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(ПЕЩЕРА)

Могла бы — взяла бы
В утробу пещеры:
В пещеру дракона,
В трущобу пантеры.

В пантерины — лапы —
—  Могла бы — взяла бы.

Природы — на лоно, природы — на ложе.
Могла бы — свою же пантерину кожу
Сняла бы...
             —  Сдала бы трущобе — в учебу!
В кустову, в хвощёву, в ручьёву, в плющёву,  —

Туда, где в дремоте, и в смуте, и в мраке,
Сплетаются ветви на вечные браки...

Туда, где в граните, и в лыке, и в млеке,
Сплетаются руки на вечные веки —
Как ветви — и реки...

В пещеру без света, в трущобу без следу.
В листве бы, в плюще бы, в плюще — как в плаще бы...

Ни белого света, ни черного хлеба:
В росе бы, в листве бы, в листве — как в родстве бы...

Чтоб в дверь — не стучалось,
В окно — не кричалось,
Чтоб впредь — не случалось,
Чтоб — ввек не кончалось!

Но мало — пещеры,
И мало — трущобы!
Могла бы — взяла бы
В пещеру — утробы.

Могла бы —
Взяла бы.



Verse an eine Waise (3)

(Die Höhle)

Ich träume: Dich packen
Mit Tatzen - ich Raubtier!
Dich zerren durch Bäume
Am Boden, den Windbruch.
Dich sperrn in den Bauch die-
ser Höhle - ich Lindwurm!
Ich träume: Dich packen.

Verschleppen dich Beute und betten dich Beute
In wucherndes Grün, und ich träume: Mich häuten...
Dem Dickicht mein Fell überlassen - zum Vorbild!
In Wildnis, wo Efeu die Stämme emporschwillt -

Dorthin, wo im Schlummer, im Wirrwarr und Schatten
Sich Äste verschlingen zu ewigen Gatten...

Dorthin, wo in Milch, in granitenen Schründen
Sich Arme verschlingen zu ewigen Bünden -
Gleich Flüssen, die münden...

In lichtlose Höhle und spurlos durchs Dickicht:
Ins Efeuversteck und in Ranken gewandet...
Dass ich dich ganz stehle: der Welt, ihrem Lichte:
Im Tau du, im Laub du, dem Laub anverwandelt...

Wo man niemanden hört,
Niemand Einlass begehrt,
Niemals Neues uns stört,
Wo es immerdar währt!

Doch wo find ich Höhlen,
Wo Dickicht, wo Windbruch?
Zurück in den Schoß, du!
In mich, deine Mutter!

Ich träume:
Dich packen!

27. August 1936

   
 
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