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Archetypes
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Mutter Erde                                     Musikinstrument als Frauenkörper

Mutter Heimat                                  genius loci

Archetypus Baum                                                      

Baum und Umranken                                  Pneumatische Tiere

Menschenopfer und Zerstückelung               Sonnenpenis

Die oberen Götter                                       Unterwasserwelt

Wasser als Symbol für Mutter und Kindheit

Die Blume pflücken bedeutet Entjungfern      Wind

Inspiration                              Schlange                                          

Archetypen sind ererbte symbolische Vorstellungen. Das, was sie symbolisieren, ist unbewusst und bildet, weil sie angeboren sind, das kollektive, das heißt allen Menschen gemeinsame Unbewusste.

Beispiel: Der Archetypus der gepflückten Blume, der sehr häufig als Symbol auftritt: Ein Patient erzählt seinem Thearpeuten, er habe im Traum Blumen zu einem Strauß gepflückt und seiner jüngeren Schwester geschenkt. Das Bild der gepflückten Blumen ist natürlich bewusst, weil der Patient sich daran erinnert und es seinem Therapeuten erzählt; unbewusst aber ist (in der Regel), was es bedeutet: Er hat den unbewussten Wunsch nach sexuellem Verkehr mit seiner Schwester. Bild und unbewusste Bedeutung bilden zusammen den Archetypus, der eine angeborene Vorstellung ist.

Archetypen kommen in Märchen, Mythen, Fantasien, Träumen, Visionen, in der Kunst und in religiösen Schriften vor, besonders gerne in spontanen, von Bewusstsein und Willen nicht zensierten seelischen Erzeugnissen: Träume, Visionen, auf Inspiration beruhende künstlerische Werke oder religiöse Offenbarungen.

Weil die Archetypen angeborene Vorstellungen sind und weil das, was sie symbolisieren, das kollektive Unbewusste der Menschheit ausmacht, kommen sie in der Kunst, in Märchen, Mythen usw. aller Völker vor, was ein starkes Indiz für ihren kollektiven, ererbten Charkter ist. Da aber ein Volk Märchenmotive und mythische oder religiöse Vorstellungen von einem anderen Volk übernehmen kann, ist das Vorhandensein derselben Vorstellung etwa bei Indern und Griechen noch kein zwingender Beweis. Auch wenn in jemandes Traum eine Vorstellung auftaucht, die ebenfalls in einem Märchen vorkommt, so ist dies ein starkes Indiz für ihren archetypischen Charakter, aber auch noch kein zwingender Beweis. Der Träumer könnte zu seinem Traum von dem Märchen angeregt worden sein, weil er es als Kind gelesen oder erzählt bekommen hat - also auch eine Art Übernahme.

C.G.Jung, der Vater der Archetypenlehre, führt als Beweis für die Existenz von angeborenen Vorstellungen deshalb einen Fall an, bei dem solch eine wie immer geartete Übernahme ausgeschlossen werden kann, den Sonnenpenis

Ein starker Beweis ist auch das Vorkommen der Vorstellung, dass die Seele eines Verstorbenen ein geflügeltes Tier ist (Archetypus Seelenvogel oder Seelenschmetterling), in einem russischen Gedicht, im Traum eines vierjährigen Kindes und in den Mythen verschiedner Völker verschiedener Zeiten.

   
 
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