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Bundeskanzlerin Merkel sagt kategorisch Nein zu Sterbehilfe und PID und liegt richtig. Entweder hat sie den richtigen Instinkt oder psychoanalytisch versierte Berater oder beides. Ich versuche es durch eine Parallele zu erklären: 

1990 weigerte sich der belgische König Baudouin I., ein Gesetz zu unterschreiben, das die Abtreibung liberalisiert. Er ließ sich für einen Tag regierungsunfähig erklären, die belgische Regierung übernahm - wie in der Verfassung vorgesehen - an diesem Tag die Funktion des Staatsoberhaupts, und alle Regierungsmitglieder unterschrieben das Gesetz. Nun fragen wir uns, was der König mit seiner Weigerung erreicht hat. Das liberale Abtreibungsgesetz hat er ja nicht verhindert. Oh, er hat durchaus etwas erreicht! Als König ist er eine Vaterfigur, der Landesvater, die Belgier bringen ihm - bewusst oder unbewusst - Gefühle wie einem (Über)Vater entgegen. Wie kann er da einem Gesetz zustimmen, das die Tötung ungeborener Landeskinder erlaubt? Mit der Verweigerung der Unterschrift hat er der Liebe seiner Belgier zu ihm entsprochen. (Wer glaubt, diese schwärmerische Liebe zum König sei gar nicht so stark, lasse die Hofberichterstattung der Regenbogenpresse  über Königshäuser auf sich wirken! Hand aufs Herz: Wir dünken uns aufgeklärt und über solche Schwärmerei erhaben – trotzdem hat uns Dianas Schicksal ergriffen; das Kind, das den Worten lauschte „Es war einmal ein König…“, steckt immer noch in uns.) 

Nun zu Merkel: Auch sie ist für ihre Deutschen Mutterfigur, die Landesmutter, man bringt ihr Liebe wie einer (Über)Mutter entgegen, wie früher der Königin. Wie könnte Mutter Merkel da zustimmen, dass Landeskinder im Embryonalstadium verworfen und getötet werden! Das ließe diese irrationale Liebe doch ganz schön abkühlen und könnte sich bei den nächsten Wahlen rächen!  Selbst wenn der Bundestag mit Stimmen aus FDP und CDU die Selektion von Landeskindern in der Petrischale erlaubt, strahlt unsere Königin weiter in Unschuld.  Und für die Sterbehilfe/Euthanasie könnte das auch gelten:  Ärzte müssen priorisieren, um ihr Budget nicht zu überschreiten, Richter legen Gesetze, die den Behandlungsabbruch am Ende des Lebens regeln, liberal aus, Finsterlinge wie Kusch finden Wege, damit  sich das Leben deutscher Landeskinder – von diesen selbst – verwerfen lässt, Ärzte, Richter und Sterbehelfer werden ja auch nicht gewählt, Merkel schon, also ist sie Dr. Jekyll und Kusch ist Hyde...

   
 
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