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Viele Deutsche wünschen sich die D-Mark zurück und populistische Parteien könnten damit Stimmen fangen. Es ist Nostalgie, schmerzliche Sehnsucht zurück in einen früheren Zustand, in die Heimat, die Kindheit, die Jugend - eine zutiefst menschliche, eine romantische Regung, zu der wir uns ohne Scham bekennen dürfen, aber von der wir uns in wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen nicht leiten lassen sollten. Der unromantische Philosoph Arthur Schopenhauer sagt dazu in seiner klugen Schrift über das Altwerden Vom Unterschiede der Lebensalter:

Bisweilen glauben wir, uns nach einem fernen  O r t e  zurückzusehnen, während wir eigentlich uns nur nach der  Z e i t  zurücksehnen, die wir dort verlebt haben, da wir jünger und frischer waren. So täuscht uns alsdann die Zeit unter der Maske des Raumes. Reisen wir hin, so werden wir der Täuschung inne.

Ich wohne jetzt in Köln, aber versetze mich in Tagträumen und mit Hilfe von Google Earth gerne nach Nürnberg zurück, wo ich meine Kindheit und frühe Jugend verbrachte, und spiele mit dem Gedanken, mir am Hauptbahnhof eine Fahrkarte nach Nürnberg zu kaufen. Doch mein Verstand sagt mir: Fahr nicht dorthin zurück, denn du nimmst dein Alter mit und erlebst eine Enttäuschung. Es wird nicht sein wie früher. Auch zur DM-Zeit ging es mir besser, weil ich jünger und frischer war. Und nicht nur mir, sondern dem deutschen Volk insgesamt, das damals noch nicht so vergreist war wie heute. Aber eine Rückkehr zur D-Mark wird uns nicht die Jugend zurückbringen. Wir dürfen der Nostalgie nicht nachgeben!

Dezember 2010

   
 
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